Jahreshauptversammlung 2017

Bei der Jahreshauptversammlung des Musikvereins Stollhofen billigten die Mitglieder eine Änderung der Ehrungsordnung im Trauerfall. Künftig wird nur noch bei aktiven Mitgliedern, deren Partner sowie Ehrenmitgliedern die Beerdigung oder Trauerfeier musikalisch mitgestaltet. Ansonsten wird einmal jährlich bei einer heiligen Messe für die verstorbenen Vereinsmitgliedern gespielt.

„Es wird immer schwieriger, zu den Beerdigungen am frühen Nachmittag eine spielfähige Mannschaft zu stellen“, betonte der Vorsitzende, Manfred Schäfer. Weite Anfahrtswege und berufliche oder studienbedingte Unabkömmlichkeit verhindere oft eine ausreichende Orchesterbesetzung, sagte er.

Die Jahresbilanz bei den Stollhofener Musikern fiel positiv aus. Gut besuchte Veranstaltungen wie den Jugendnachmittag, das Muttertagskonzert, den Dorfhock und das Adventskonzert dokumentierten nicht nur den kulturellen Wert des Traditionsvereins für den Ortsteil Stollhofen, sondern erlaubten der Vereinsführung auch ein solides Wirtschaften bei den Finanzen. Die Aufwendungen für die Jugendausbildung sowie die Beschaffung und Instandsetzungen von Musikinstrumenten waren nach dem Kassenbericht von Ralf Mast die größten Ausgabeposten. Beim Orchesterbetrieb standen insgesamt 62 Proben und öffentliche Auftritte in den Büchern. Zufrieden zeigte sich die Vereinsführung mit dem guten Probenbesuch. Insgesamt 15 Musikerinnen und Musiker kamen auf eine Quote von mehr als 90 Prozent. Beste Probenbesucher waren Gerald Friedmann mit einem Versäumnis, Michael Fuder, Ralf Mast, Thilo Hauns, Nils Hermann und Martin Lempert mit jeweils zwei sowie Andrea Schäfer und Nicolai Starke mit deren drei.

In der Jugendabteilung sind derzeit insgesamt 16 Kinder und Jugendliche aktiv. Sie werden von fünf Ausbildern auf ihrem Weg ins große Orchester betreut. Während fünf Kinder in der Blockflötengruppe ihre ersten musikalischen Grundlagen erwerben, absolvieren deren neun eine Ausbildung an einem „echten“ Musikinstrument. Besuche im Kindergarten und in der Grundschule sowie die Einrichtung eines Informationsnachmittags für Eltern gehörten zu den vielfältigen Aktivitäten der Jugendleiterin,  Selina Braun, um Kinder vom Spielen eines Musikinstrumentes zu begeistern.

„Ihr seid ein hervorragender Botschafter unseres Ortes“, betonte Ortsvorsteher Willibert König. Viel Lob habe es beim Besuch einer Delegation aus der südwestfranzösischen Partnergemeinde Castelmayran gegeben. Einige der Gäste seien nach dem Besuch des Muttertagskonzerts sehr beeindruckt gewesen. Sie hätten ein Konzert der Stollhofener Musiker in ihrer Heimat angeregt, ergänzte er. Das kommende Jahreskonzert am 13. Mai in der Festhalle rückte auch der musikalische Leiter, Michael Fuder, in den Mittelpunkt seiner Ausführungen. Erstmals in der Geschichte des Muttertagskonzerts  werden zwei Orchester zu hören sein. Als Gast erwarten die Stollhofener den Musikverein „Frohsinn“ Rottweil-Altstadt. Die 45 Musikerinnen und Musiker aus der badisch-schwäbischen Grenzregion werden den ersten Programmteil gestalten. Michael Fuder forderte trotz der nur halben Anzahl von neu einzustudierenden Komposition eine engagierte Mitarbeit seiner Akteure ein. „Wir haben ein anspruchsvolles Programm, da gibt es noch viel zu tun“, mahnte er.

Neben dem Muttertagskonzert steht beim Musikverein Stollhofen der Dorfhock am 28. Juli im Schulhof sowie das Adventskonzert mit dem Gesangverei „Liederfreund“ auf der Agenda.